Pressemeldungen

20.08.2016
Lehrerversetzungen nach Oberbayern – So kann es nicht weitergeben- Die Schüler vom Untermain brauchen engagierte und gut ausgebildete Lehrkräfte (Dr. Hans Jürgen Fahn, MdL)

Der Untermain ist seit Jahren hinsichtlich der Lehrerversorgung benachteiligt. Mag sein, dass auch in Oberbayern aufgrund des Bevölkerungszuwachses Lehrer gebraucht werden, aber eine bizarre Einstellungspolitik (einseitige Versetzung nach Oberbayern) des Kultusministeriums auf dem Rücken unserer Schulkinder macht den Untermain zum großen Verlierer; die Löcher, die gestopft werden müssen, sind einfach zu groß; das geht an die Substanz. Es genügt nicht, wenn die Regierung von Unterfranken dafür sorgt, dass im neuen Schuljahr ein Lehrer in jeder Klasse steht, egal welche Ausbildung er hat, egal wie lange er dann bleibt, egal woher er kommt.

• Die Schulkinder erfahren einen permanenten Lehrerwechsel, obwohl die Lehrerdienstordnung ganz klar vorschreibt, dass in den Klassen 1 und 2 sowie 3 und 4 kein Lehrerwechsel erfolgen soll. Jetzt werden zu viele Lehrer mit Einjahresverträgen kommen. Das muss sich ändern!

• Es kann nicht sein, dass vor allem auch Gymnasial- und Realschullehrer diese Lücken füllen; ihnen fehlt dazu die notwendige pädagogische Ausbildung. Daher muss auch die Lehrerausbildung entsprechend geändert werden!

• Im kommenden Schuljahr fehlt den Schulleitern weitegehend die Mobile Reserve, so dass auch kurzfristige Löcher nicht gestopft werden können. Das muss sich ändern.

• Es ist verständlich, dass viele gut ausgebildete Junglehrer nach Hessen oder Baden Württemberg wechseln als 400 km ins weit entfernte Oberbayern fahren. Diese Lehrer gehen Bayern verloren, ein Fall von Ressourcen- und Steuerverschwendung. Das muss sich ändern.

• Auch die Schulämter sind die Verlierer, weil sie nicht mehr längerfristig planen können. Das muss sich ändern.

Daher muss die Politik handeln eine spezielle Lösung für den Untermain finden.

Alle Lehrer, die am Untermain ausgebildet werden, müssen auch am Untermain bleiben dürfen.

Das Ministerium soll junge Lehrer dort einsetzen, wo sie verwurzelt sind und sich wohlfühlen: unabhängig vom Familienstatus, vorausgesetzt sie erfüllen die Einstellungskriterien; Lehrern aus Unterfranken, die gegen ihren Wunsch eine Planstelle in Oberbayern oder anderen Bezirken angenommen hatten, soll eine Rückkehr an den Untermain rasch ermöglicht werden.

Dieser Wortlaut ist auch Inhalt einer Petition an den Bayer. Landtag, die nach Beginn des Schuljahres im Landtag eingereicht werden und sich auch an den Forderungen des BLLV, Bezirksverband Unterfranken orientiert.

Die Petition kann von meiner Homepage www.hans-juergen-fahn.de runtergeladen werden; bitte senden Sie den unterschriebenen Vordruck an das Bürgerbüro Hans Jürgen Fahn (Ludwigstr.1, 63739 Aschaffenburg oder per FAX: 060214539923).

Hier zum Originalartikel in Prima Sonntag "Versetzungswahnsinn von Lehrern am Untermain"