Pressemeldungen

16.09.2016
Befürchtungen bezüglich der Lehrerversorgung in den Grundschulen haben sich bestätigt. Es liegen erste Zahlen vom Untermain vor.

Abgeordneter Fahn: Wir brauchen eine Sonderlösung für den Untermain. Bisher schon 500 Unterschriften für die Petition.

Vor einigen Wochen sickerten schon die Infos durch, dass es mit einer qualifzierten und nachhaltigen Lehrerversorgung am Untermain Probleme geben würde, weil der grösste Teil nach Oberbayern versetzt wird. Daher wurde auch die Petition erstellt, nach der Lehrkräfte, die am Un-termain ausgebildet wurden, auch dort bleiben dürfen. Diese Petition wird vom BLLV unterstützt (Bayer. Lehrerverband, Bezirk Unterfranken).

Jetzt - nach einigen Tagen - liegen erste Zahlen vor, die die Notwendigkeit dieser Petition unterstreichen:

Im Schulamtbereich Miltenberg

• sind immer noch nicht alle Stellen besetzt; es fehlen noch 5 Lehrkräfte für die Mobile Reserve

• In diesem Schuljahr unterrichten 11 Gymnasiallehrer, 5 Realschullehrer und ein Lehrer aus einer Gesamtschule. Im letzten Jahr waren es nur 6 Gymnasiallehrer und 2 Realschullehrer; dies ist eine Steigerung um 100%;

• Um akute Fälle und kurzfristige Absagen abzudecken, musste auf die Mobile Reserve zurückgegriffen werden, was zu einem Problem wird, wenn im Lauf des Schuljahres Lehrer kurzfristig ausfallen und dann Lehrkräfte der Mobilen Reserve fehlen.

• Ein großes Problem ist der große Anstieg der Angestelltenverträge; waren es letztes Jahr nur deren 9, sind es heuer 29 (Steigerung um 322%). Dies sind meist Einjahresverträge, höchst problematisch ist, denn selbst in der Lehrerdienstordnung steht definitiv drin, dass aus pädagogischen Gründen in den Klassen 1und 2 sowie 3 und 4 kein Lehrerwechsel erfolgen sollen. Die hohe Zahl von einjährigen Angestelltenverträgen ist ein Dauerproblem am Untermain, das weder die Schüler, noch die Eltern beruhigt und außerdem den Schulämtern viel bürokratische Arbeit beschert.

Im Schulamtsbereich Aschaffenburg

• Sind alle Stellen besetzt

• Es gibt 18 befristete Einjahresverträge (davon 11 Gymnasial- und Realschullehrer (Vorjahr: 24, davon 12 Gymnasial- und Realschullehrer)

• Da aber noch 14 Realschul- und Gymnasiallehrer im Rahmen der Qualifizierung als Mittelschullehrer eingesetzt werden, kann man also von 32 befristeten Verträgen ausgehen und das ist eine Stei-gerung gegenüber dem Vorjahr um 8. Bei der sogn Qualifizierung-geht es darum, dass Gymnasial- und Realschullehrer in einer 2jährigen Ausbildung für den Einsatz in Mittelschulen ausgebildet werden.

Für Hans Jürgen Fahn ist es klar, dass diese Situation unbedingt geändert werden müsse; dazu werde im Landtag ein Antrag gestellt und eine Petition eingereicht.. Noch bis zum 30.9. können die Listen im Abgeord-netenbüro Fahn in 63739 Aschaffenburg (Ludwigstr.1) abgegeben oder dorthin geschickt werden (www.hans-juergen-fahn.de). Bisher liegen schon 500 Unterschriften vor, täglich kommen neue hinzu.

Eine großartige Unterstützung leistete die Gemeinde Großwallstadt, die den Wortlaut der Petition einstimmig übernommen hat. Fahn hofft, dass sich noch mehr Gemeinden hier mitmachen werden.

Eigentlich müssen sich diesem Anliegen alle Parteien am Untermain und auch alle Abgeordnete der Region anschließen, ohne dass die Parteizu-gehörigkeit eine Rolle spielt. Schließlich geht es um die Anliegen von Schülern und Eltern.